Alpencross Zugspitze - Vinschgau

Stärkeklasse

Mittlerer Alpencross

Level

KonditionSolide Ausdauer auf Basis mehrmaliger Ausfahrten; pro Tourtag ca. 5 Stunden auf dem Mountainbike (Zeitangabe inkl. Schiebepassagen). FahrtechnikBeherrschung des Mountainbikes auf Wald- und Forstwegen sowie einfachen Wanderwegen, keine technischen Schwierigkeiten, Absteigen jederzeit möglich.bis Gute Fahrtechnik für Single-Trails und Militärwege; kurze, schottrige Passagen sowie kurze, steile Anstiege möglich (Absteigen erlaubt); Schiebepassagen möglich, keine Tragepassagen.

Streckenlänge total

230 km (35 bis 65 km pro Tag)

Höhenmeter total

6'400 m (1'100 bis 1'400 m pro Tag)

Route

Garmisch-Partenkirchen - Ehrwald - Berwang - Rotlechtal - Lechtal - Lech - Arlberg - St. Anton - Rosannaschlucht - Neue Heilbronner Hütte - Paznauntal - Galtür - Ischgl - Heidelberger Hütte - Fimbapass - Val Chöglias - Zuort - Val Sinestra - Engadin - Sent - Sur En - Val D’Uina - Schlinigpass - Valle di Slingia - Mals im Vinschgau - Schluderns

Dauer

5 Tourtage

Preis

CHF 978.- / EUR 848.- inklusive 6x Ü/F in Hotels, Gepäcktransport und Rücktransfer im Shuttle

Zugspitze - Vinschgau

Alpine Harmonie von Sport, Natur und Genuss

Wer das Alpencross-Feeling noch nicht kennt, wird auf dieser Tour eingeweiht: Urlaub, körperliche Leistung und Naturgenuss sind hier perfekt vereint. Die Route ist harmonisch orchestriert: durch das verträumte Lechtal, über den berühmten Arlberg, via St. Anton und Ischgl hinein ins Fimbatal und über den gleichnamigen Pass ins malerische Engadin. Die legendäre Uina-Schlucht setzt dieser Königsroute die Krone auf.

 

Der Zugspitze zieht uns an (Tag 1)
Kein Grund zur Aufregung: Wir treffen uns am Vorabend in aller Gemütlichkeit zu Pizza und Rotwein. Das Mountainbike-Mekka Zugspitze heisst uns willkommen. Der Tour-Guide stimmt die kommenden fünf Tage an. Route, Besonderheiten, Organisatorisches, Regeln und Tipps. Die überschaubare Runde bietet eine gute Gelegenheit, die anderen Gruppenmitglieder kennen zu lernen. Die Vorfreude wächst.

 

Am Montagmorgen fällt nach einem soliden Frühstück der Startschuss. Die ersten Kilometer wird eingerollt. Alpspitze und Zugspitze winken uns Ade. Über Berwang begrüssen wir das Rotlechtal, ein verlassenes Seitental mit einem kleinen Stausee. So erreichen wir das Lechtal und folgen dem Lech weiter flussaufwärts. Die Steigung ist gnädig und schon bald winkt uns das erste Etappenziel. Bei Apfelschorle oder frisch gezapften Willkommens-Bier lassen wir die Eindrücke des ersten Tages Revue passieren. Die Gruppe nimmt Form an.


Diese Etappe besticht durch: Lockeres Einrollen am Fernpass, erste Höhenmeter in Berwang und das einsam gelegene Rotlechtal.

 


Wo „Zijne Majesteit“ sich erholt (Tag 2)

Ab heute befinden wir uns unbestritten in den Bergen, Alpen soweit das Auge reicht. Zuerst geht es den Lech hinauf bis nach Steeg. Ab hier wird die Strasse steiler, aber immer noch gut fahrbar. Es soll jeder sein eigenes Tempo fahren: den kleinsten Gang einlegen und langsam aber stetig

nach oben kurbeln. Damit kein Stress aufkommt, fährt der Tour-Guide ganz hinten. Nur von ihm soll man sich nicht überholen lassen.

 

In Warth trifft sich die Gruppe wieder, es ist Mittagszeit. Spaghetti oder Kuchen, Apfelstrudel mit Kaffee oder nur eine Schorle – jede und jeder nach eigenem Geschmack. Schon bald begrüsst uns Lech, ein Skiort, in dem sich auch die Holländische Königsfamilie gerne erholt. Der Dorf-Brunnen füllt unsere Trinkflaschen, wir beobachten das mondäne Treiben.

 

Wir fahren durch Zürs, ein nicht minder beliebter Skiort im Winter. Im Sommer eine Geisterstadt. Keines der über 50 Hotels hat zu dieser Jahreszeit geöffnet, es herrscht Totenstille. Wir kurbeln hoch zum Flexenpass und geniessen eine kurze Abfahrt durch dunkle Galerien. Unser heutiges Tageshoch heisst Arlberg. Der Tourguide kennt eine spannende Nebenstrecke, nur die letzten 80 Höhenmeter sind auf der asphaltierten Passstrasse zu bewältigen.

 

Ab hier gilt: Tempo-Teufel. Die schnellste Abfahrt der Alpen steht uns bevor. Bis zu 80 km/h zeigt der Tacho; natürlich darf auch langsamer gefahren werden. Sicher Ankommen zählt – bei einem Alpencross mehr denn je!

 

In St. Anton beherbergt uns ein komfortables Hotel mit einer hauseigenen Pizzeria. Pizza, Pasta und Weizen zum Speicherfüllen und Entspannen. Müde aber zufrieden mit der Vielfalt des heutigen Tages fallen wir in unsere Betten.


Diese Etappe besticht durch: Rollen durch das obere Lechtal und die Überwindung des Arlbergs.

 

 

Alpine Aussichten (Tag 3)
Ab jetzt gilt endgültig Alpencross-Rhythmus: morgens bergan, nachmittags hinab.

 

Der Tag beginnt gemütlich, wir rollen Richtung Verwalltal. Der Anstieg durch dieses einsame, grüne Tal verläuft erst flach, dann immer steiler, stets entlang dem lieblichen Gebirgsfluss Rosanna. Teilweise verengt sich das Tal zu einer Schlucht. Eine kurze Rast bei der Konstanzer Hütte und ein Blick auf den abseitig stehenden Gipfel des Pateriol stärken uns für die kommenden Höhenmeter. Immer weiter fahren wir bergan, vorwiegend auf Schotter. Die letzten Bäume und noch einmal eine Alm lassen wir hinter uns. Das Pfeifen der Murmeltiere wird deutlicher. Unser Ziel liegt jedoch höher, noch 250 Höhenmeter Schieben. Dort öffnet sich eine traumhafte Bergseenlandschaft, unter der stolzen Ägide der Neuen Heilbronner Hütte.

 

Gutes Mittagessen wird serviert, von der wunderbar gelegenen Terrasse mit herrlichen Ausblicken können wir uns kaum trennen. Ab hier geht’s fast nur noch bergab. Wir lassen den Rädern freien Lauf, rauschen auf einem breiten Schotterweg immer weiter hinunter. Das haben wir verdient. Wir kreuzen kurz das Montafon, verlassen es aber gleich wieder, um dem Zeinisjoch unsere Ehre zu erweisen. Hier beginnt das Paznauntal.

 

Letzte Überreste von Überschwemmungen sind noch immer zu erkennen. Welche Kräfte wohl hier gewütet haben? Wir brausen das Paznauntal weiter hinab, bestaunen den gewaltigen Lawinenschutzwall von Galtür und rollen wenig später in Ischgl ein. Eine Ortsbesichtigung lohnt sich.

 


Diese Etappe besticht durch: Die wunderschöne Rosannaschlucht, erste hochalpine Erfahrungen und die lange Abfahrt durch das Paznauntal.

 

 

Top of Alpencross (Tag 4)

Heute erwartet uns das landschaftliche Highlight dieser Alpenüberquerung – der höchste Punkt der Tour. Und unserer Touren überhaupt! Wir starten eine halbe Stunde früher als sonst.

 

Der Tag beginnt steil. Auf einer Nebenstrasse, die bald zu einem gut fahrbaren Schotterweg wird, fahren wir hinein ins Fimbatal, vorbei an einer kleinen Kapelle. Es wird einsam um uns herum, die Gipfel kommen näher, es gibt keine Bäume mehr, das Tal wird enger. Einige Pferde suchen sich das spärlich wachsende Grün zusammen. Wir überqueren die Landesgrenze, nun sind wir für einen Tag in der Schweiz. Die kleine Grenzhütte ist unbesetzt.

 

Die Heidelberger Hütte meldet Zeit für ein frühes Mittagessen. Den besten Kaiserschmarren der Alpen sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch wenn der Fimbapass ruft. Nach 40 Minuten Schieben haben wir ihn erklommen. Vorbei an Schneefeldern stehen wir auf 2’608 Metern über Meer. Um uns herum öffnet sich eine atemberaubende Alpenarena: Fluchthorn, Piz Buin, Silvrettahorn, Dreiländer Spitze. Wir fühlen uns ganz klein – und ganz gross zugleich.

 

Die Belohnung ist purer Mountainbike-Genuss: zwölf Kilometer runter, weg von dieser bombastischen Kulisse von Steinriesen. Bis der Pfad fahrbar wird, ist Schieben sicherer. Wir gelangen an eine kleine Alm, erste Hütten, eine Brücke – die Zivilisation hat uns wieder. Dennoch lassen wir die nächsten Häuser links liegen und biegen ab, ein kurzes Wiesen-Surfen verlangt unsere Aufmerksamkeit. Die Kimme wird weiter, vor uns tut sich ein mächtiges Tal auf, das Engadin. Hier fliesst der frisch geborene Inn seine ersten Kilometer. Tief unter uns sehen wir ihn als hellblauen Strich, links erahnen wir Landeck, rechts talaufwärts den Malojapass. Wir bleiben oben auf der linken Talflanke und fahren weiter hinunter an den Inn, das Ziel dieser unvergesslichen Etappe.

 

Hier ist die Schweiz, wie wir sie uns wünschen. Im Engadin wurde schon ein Heidifilm gedreht. Beim Hotel heisst es nur noch: Bike abstellen und den Staub in der Kehle mit einer kühlen Schorle herunterspülen. Dieser Tag bietet Stoff für Geschichten. Wir sind mit uns, den anderen und der Welt im Reinen.

 


Diese Etappe besticht durch: Die lange Auffahrt durch das Fimbatal, die gemütliche Heidelberger Hütte und den endlosen Downhill ins Engadin.

 

 

Grande Finale: Val D’Uina (Tag 5)

Dieser Tag wartet mit einem krönenden Abschluss auf, die Schlucht nach Italien, der Alpenhauptkamm.

 

Wir beginnen mit einer kurzen Abfahrt zum Talgrund. Eine Holzbrücke führt uns über den Inn. Hier startet das Val d’Uina. Eine Schotterstrasse macht den Einstieg. Es wird kühler. Zwei Stunden fahren wir bergan, dann erreichen wir eine Alm, die schon seit mehreren Jahren von Deutschen bewirtschaftet wird. Diese Verpflegung steigert unsere Lust auf das eigentlich spektakuläre Highlight.

 

Die Röhre ist bereits aus der Entfernung zu erkennen. Nach einem gut fahrbaren Waldweg wird es steiler, wir schieben. Das Tosen des Baches wird immer dominanter. Links und rechts von uns türmen sich rote Felswände. Kaum zu glauben, dass es hier ein Durchkommen gibt. Jetzt kommt die Röhre. Sie ist gut 1’000 Meter lang, zumeist zu einer Seite offen, abschnittweise ein Tunnel. Es ist kühl, immerhin befinden wir uns auf 2’000 Metern Höhe. So spektakulär diese Route sein mag, sie bleibt trotzdem sicher. Sie gewährt immer mindestens einen Meter Platz, der Weg ist in gutem Zustand, teilweise abgesichert.

 

Die Schlucht ist geschafft: einmalig. Eine andere Welt beginnt: es grüssen die ersten italienischen Wanderer in Adiletten. Ab hier lockt noch einmal eine Stunde munterer Fahrspass. Ein schöner Wanderpfad führt uns zur Landesgrenze und zum Schlinigpass. Etwas weiter unten sitzt die Sesvennahütte. Italienische Pasta und kühle Getränke sind die Belohnung. Auf der Sonnenterrasse erzählen wir uns unsere Eindrücken. Im Süden zeigt sich der Ortler und weit unten das Vinschgau – unser Endziel. Noch einmal umwirbt uns eine atemberaubende Abfahrt – 14 Kilometer fahrbarer Downhill trennt uns von unserem Zielort.

 

Angekommen! Runter vom Sattel, das Mountainbike in den Skikeller – jetzt wird gefeiert. Gemeinsam haben wir einen Alpencross geschafft – alle sind sicher eingerollt. Dafür belohnt uns Weizenbier vom Fass. Und morgen steht nur noch Nichtstun auf dem Programm. Willkommen bei uns Alpencrossern!

 


Diese Etappe besticht durch: Die Felsenröhre im Val D’Uina, den fahrbaren Trail am Schlinigpass und Zeit zum Geniessen im Vinschgau.

 

 

 

 

 

 

 

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