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| 15.07. - 20.07.12 | |||||||||||||
| 19.08. - 24.08.12 | |||||||||||||
| 02.09. - 07.09.12 | ausgebucht | ||||||||||||
Alpencross Rheintal - Lago Maggiore | |||||||||||||
| Stärkeklasse | Leichter Alpencross | ||||||||||||
| Level | Kondition | ||||||||||||
| Streckenlänge total | 170 km (35 bis 55 km pro Tag) | ||||||||||||
| Höhenmeter total | 3'600 m (600 bis 1'000 m pro Tag) | ||||||||||||
| Route | Chur – Rheinschlucht – Swiss Grand Canyon – Flims – Brigels – Kloster Disentis – Blick auf den Gletscher Medel – Stausee Santa Maria – Passo del Lucomagno – Acquacalda – Olivone – Biasca – Festungsstadt Bellinzona – Lago Maggiore – Locarno | ||||||||||||
| Dauer | 4 Tourtage | ||||||||||||
| Preis | CHF 1078.- / EUR 798.- inklusive 5x Ü/F in Hotels, Gepäcktransport und Rücktransfer im Shuttle | ||||||||||||

Swiss Grand Valley (Tag 1)
Wir übernachten komfortabel und geschichtsträchtig. Und mit einem köstlichen Frühstück im Bauch machen wir uns auf den Weg. Schauen uns zuerst die Wiege des Rheins an, den Zusammenfluss
von Vorder- und Hinterrhein. Wir folgen dem Vorderrhein und rollen uns ein. Jeder für sich oder gesprächig in der Gruppe.
Die Umgebung zieht langsam an uns vorbei und lässt Ruhe aufkommen. Der Herzschlag gleicht sich dankbar dem gleichmässigen Rhythmus der Kurbelumdrehungen an. In diesen Puls hinein platzt dann die Rheinschlucht vor uns auf. Aus einem Reflex heraus schliessen wir die Augen, so plötzlich weitet sich das Tal. Schauen, staunen, lächeln. Ein Anblick, der Geborgenheit schafft.
Von diesen Anblicken werden wir auf unserer Reise noch einige erleben. Unser Weg führt uns weiter nach Ilanz, wo wir einkehren und Kraft sammeln. Am Nachmittag entfernen wir uns wieder von der Zivilisation und kurbeln uns hoch auf die Aussichtspattform Brigels. Ankommen, einrichten, schwelgen.
Diese Etappe besticht durch: mehrdimensionale Aussichten auf die Rheinschlucht (Swiss Grand Valley) und gleichmässiges Unterwegssein.
Gesegneter Empfang (Tag 2)
Der nächste Tag ist zweigeteilt. Am Morgen sammeln wir Licht auf dem Südhang des Rheintals. Rollen durch kleine Ortschaften uns sausen hinunter ins Tal. Um bereits am frühen Nachmittag Disentis zu erreichen, einem Ort mit einzigartiger Klosteranlage. Eine Gemeinschaft, deren 29 Mitglieder abseits der Touristenströme ihr Glück im regelmässigen Tagesablauf finden.
Uns bleibt an diesem Nachmittag Raum und Zeit für individuelle Wünsche. Zeit, sich das weitläufige Klosterareal anzusehen und in dessen Stille einzutauchen. Zeit, sich Disentis anzusehen. Zeit, eine Extrarunde mit dem Bike zu drehen. Zeit, im Hotel zu dösen.
Diese Etappe besticht durch: ihre Direktheit. Ihr überschaubares Tagespensum, die Abfahrt an den Rhein und die Ankunft im Kraftort Disentis/Mustér.
Hochalpine Weitsichten (Tag 3)
Heute kommt der Pass. Doch in diesem Fall stellt er keine Barriere dar, sondern kurzweilige Abwechslung. Wir nehmen den Kräuterpfad und cruisen ein Stück entlang des Rheins. Dann müssen wir ein Stück schieben, um dann wieder aufs Bike zu steigen und auf einer Nebenstrasse gleich-mässig an Höhe zu gewinnen. Wieder eine dieser Gelegenheiten, den Gedanken nachzugehen. Wie
Blitze schiessen sie durch den Kopf. Von einem Rand des Gehirns zum anderen. Manchmal erschrickst du fast, so plötzlich kommen sie. Aber anders als im Alltag, wo diese Elektrostösse sofort von den folgenden Eindrücken überlagert und abgedrängt werden, greifst nach ihnen und hältst sie fest. Hast Zeit, sie mit dir zu tragen und von allen Seiten genau zu betrachten. Erwischen, halten, bewerten.
Nebenbei gibt es Kurzweil fürs Auge: der Medelgletscher strahlt uns an, verschlafene Orte am Hang, Kapellen mit Malereien am Wegesrand. Und dann erreichen wir den Lai da Sontga Maria. Ein See auf fast 2’000 Meter Höhe. Zuerst ist aus der Entfernung nur eine graue Fläche zu sehen. Erst spät erkennen wir, dass es in Wahrheit eine mächtige Staumauer ist, der wir uns da nähern. Um einige Kurbelumdrehungen später auf genau dieser Mauer unterwegs zu sein. Irgendwo zwischen Himmel, Fels und Meer. Grandioses Gefühl.
Direkt am See lädt ein Restaurant zum Mittagessen ein. Wir nehmen an. Und am Nachmittag wartet eine gut fahrbare, abwechslungsreiche Abfahrt durch das Valle Santa Maria auf uns. Gemeinsam kommen wir in Olivone an, wo uns ein erster hauch südländischer Lockerheit empfängt.
Diese Etappe besticht durch: Biken in hochalpiner Umgebung.
Viva Locarno! (Tag 4)
Heute kommen wir an. Und weil Locarno und der Lago Maggiore so schön sind, planen wir erneut eine frühe Ankunft.
Gegen 9.00 Uhr rollen wir in Olivone los. Kaum mag man es glauben: Es ist bereits der letzte Tourtag! Wo ist nur die Zeit hin? In dieser einmaligen
alpinen Umgebung verfliegt alles. Nein, nicht alles. Deine Erinnerungen an diese Zeit werden bleiben. Langfristig. Und deine Gedankenblitze liegen notiert in deinem Koffer. Vielleicht werden sie gar zu einem Schatz, dessen Wert du erst erkennst, wenn dich deine gewohnte Umgebung wiederhat.
Vierter Tag. Wir radeln bergab durch das Valle di Blenio. Zeitweise gleiten wir. Spüren, wie die Luft immer wärmer wird. Kleine, italienisch anmutende Orte lassen uns passieren. So dürfte es ewig weitergehen. Wir erreichen Biasca, dann Bellinzona. Schliesslich den Lago Maggiore. Unser Ziel. Ein Bad im See? Gut. Ein Gelato auf der Piazza Grande in Locarno? Klar! Pizza und Rotwein am Abend? Was sonst?!
Jetzt ist sowieso alles gut. Vier Tage sind vergangenen wie im Flug. Die Gedanken sind sortiert. Die Welt kann kommen.
Diese Etappe besticht durch: Biken im Valle di Blenio und die Ankunft in der Festivalstadt Locarno.