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Und das war erst der Anfang.
Alpencross ist nicht nur den MTB-Könnern vorbehalten. Im Gegenteil: Wer Zeit und Musse hat, sein Vorhaben auf dem gemütlichen Weg anzugehen, wird den Zauber der Alpen erst recht für sich entdecken. Unser Alpencross Locarno – St. Gotthard wurde extra für Einsteiger konzipiert. Er bietet gemütliches Biken in der Tessiner Sonne und eine lohnende Herausforderung zum Finale.
Entspannung zum Ersten Am Vorabend treffen wir uns in Andermatt zum gemütlichen Abendessen und gegenseitigen Kennenlernen. Am Starttag bringt uns der Shuttle von Andermatt nach Locarno. Am idyllischen Lago Maggiore starten wir unsere Tour direkt am Hafen. Für die ersten Kilometer nutzen wir einen gemächlichen Uferradweg. Langsam verlassen wir die dicht besiedelten Gebiete und dringen immer weiter in die Magadino-Ebene ein. Noch immer steigt das Gelände nur unmerklich an. Wir radeln weiter nach Bellinzona und geniessen ein traditionelles Mittagessen in der stimmungsvollen Altstadt. Von da folgen wir dem landschaftsprägenden Ticino weiter bis zum Zielort Biasca. Der erste Tag bringt Ruhe und vergeht fast wie im Flug.
Kurzweil zum Zweiten
Der Morgen des zweiten Tages beginnt sanft. Ein vielseitiger Nebenweg führt uns vorbei an alten Industrieanlagen und mittelalterlichen Kirchen weiter ins Tal hinein. Allmählich erreichen wir die erste Stufe mit 200 Höhenmetern. Die Bahnstrecke meistert diesen Höhenunterschied über spektakuläre Kehren, wir mit gleichmässigem Kurbeln – jede und jeder in seinem Tempo. Schon bald treffen wir in Faido ein, dem Südportal des neuen Gotthardtunnels. Ab hier nutzen wir die alte Handelsroute vorbei am Dazio Grande. Der wuchtige Bau am Eingang zur Piottino-Schlucht diente als Zollhaus, Pferdestation und Gasthaus. Im 16. Jahrhundert wurde die Schlucht mit der «Urnerstrasse» befahrbar gemacht. Die Urner hatten also damals auch südlich des Gotthards das Sagen. Dieser Abschnitt ist abenteuerlich, aber sicher zu fahren. Und wer lieber schiebt, kann es umso mehr geniessen. Vorbei am Eisstadion von 1.-Liga-Club Ambri-Piotta rollen wir in Airolo ein. Der zweite Tag geizt nicht mit unvergesslichen Eindrücken.
Belohnung zum Dritten
Unsere heutige Aufgabe klingt prickelnd: die Tremola. So heisst die alte Passstrasse hoch zum St. Gotthard. Wir gehen sie gemeinsam an, schliesslich haben wir alle Zeit der Welt. Serpentine für Serpentine enthüllt sie uns eine traumhafte Aussichten zurück in die Leventina. Kurve um Kurve nähern wir uns dem Ziel. Dieses liegt auf stolzen 2091 Metern über Meer: der Gotthardpass. Er kürt uns zu echten Alpencrossern! Im Hospiz auf der Passhöhe gönnen wir uns eine gebührende Belohnung für diesen Erfolg. Von da aus rollen wir über Hospental nach Realp, wo wir einen Blick auf die historische Furkabahn werfen können. Unser grosser Tag endet im Bergdorf Andermatt – da, wo der Traum vom ersten Alpencross begann!
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